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CITYPRAXIS GÖTTINGEN · PSYCHIATRIE & PSYCHOTHERAPIE

Angststörungen
in Göttingen.

Wenn Angst den Alltag bestimmt.

Ca. 8 Minuten Lesedauer

Anhaltende Sorgen, Panikattacken oder Vermeidung können das Leben zunehmend einengen. In einem Erstgespräch betrachten wir Ihre Beschwerden und mögliche nächste Schritte.

Privatpraxis für Privatversicherte & Selbstzahlende

Abstraktes lavendelfarbenes Band, das sich in offenen Bögen entfaltet
Angst verstehen. Schritte ermöglichen.Citypraxis für Psychische Gesundheit

EINE ERSTE ORIENTIERUNG

Das Wichtigste
auf einen Blick.

  1. 01

    Entscheidend ist, wie sehr Ängste und Sorgen Ihren Alltag und Ihre Lebensqualität beeinträchtigen.

  2. 02

    Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie, und gegebenenfalls Medikamente können helfen.

  3. 03

    Die Behandlung wird gemeinsam geplant und an Ihre Beschwerden und persönlichen Ziele angepasst.

01 / ANGSTSTÖRUNGEN

Was Sie vielleicht gerade erleben

Angst kennt jeder Mensch. Sie ist zunächst eine normale und gesunde Reaktion auf mögliche Gefahren und hilft uns, in schwierigen Situationen aufmerksam und handlungsfähig zu sein. Doch Angst kann sich verselbstständigen und zunehmend den Alltag bestimmen.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, dass Ihre Gedanken immer wieder um mögliche Gefahren kreisen. Sie machen sich viele Sorgen, obwohl Ihnen bewusst ist, dass die befürchtete Gefahr möglicherweise gering ist. Oder Sie erleben plötzlich Herzrasen, Atemnot oder Schwindel und fragen sich, ob mit Ihrem Körper etwas nicht stimmt. Vielleicht meiden Sie inzwischen bestimmte Orte, öffentliche Verkehrsmittel, größere Menschenmengen oder soziale Situationen, weil Sie befürchten, dass die Angst wieder auftreten könnte.

Manchmal wird das eigene Leben dadurch zunehmend von der Frage bestimmt: „Was muss ich tun, damit die Angst nicht wiederkommt?“

Eine Angststörung kann vorliegen, wenn Ängste im Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung übermäßig stark sind, anhalten oder schwer kontrollierbar werden und somit den Alltag deutlich beeinträchtigen. Welche Diagnose infrage kommt, hängt unter anderem von Auslösern, Verlauf und begleitenden Beschwerden ab.

In der Citypraxis Göttingen bieten wir Diagnostik und medizinische bzw. psychotherapeutische Behandlung bei verschiedenen Formen von Angststörungen an. Wenn Sie merken, dass Ängste, Sorgen oder Panikattacken Ihren Alltag zunehmend bestimmen, können wir im Rahmen eines Erstgesprächs gemeinsam klären, welche Beschwerden vorliegen und welche Behandlung für Sie sinnvoll sein kann.

02 / ANGSTSTÖRUNGEN

Woran kann ich merken, dass meine Angst zum Problem wird

Nicht jede starke Angst ist eine Angststörung. Entscheidend ist auch nicht allein, wie intensiv die Angst in einem einzelnen Moment ist. Wichtiger ist, welche Rolle die Angst inzwischen in Ihrem Leben spielt.

Vielleicht planen Sie Ihren Alltag zunehmend um die Angst herum. Sie fahren bestimmte Strecken nicht mehr, vermeiden volle Geschäfte, sagen Einladungen ab oder gehen nur noch in Begleitung an bestimmte Orte. Vielleicht kontrollieren Sie häufig Ihren Puls oder andere körperliche Symptome. Oder Sie verbringen viel Zeit damit, sich Gedanken darüber zu machen, was alles passieren könnte.

Manche Betroffene merken erst nach einiger Zeit, wie sehr sich ihr Leben verändert hat. Dinge, die früher selbstverständlich waren, werden plötzlich schwierig oder sind nur noch mit großer Anspannung möglich.

Eine fachärztliche Abklärung kann insbesondere sinnvoll sein, wenn Ängste oder Sorgen über längere Zeit bestehen, Panikattacken wiederholt auftreten, Sie Situationen zunehmend vermeiden oder Ihre Ängste Beruf, Beziehungen, Freizeit und Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Dabei geht es nicht darum, ob Ihre Angst „schlimm genug“ ist. Entscheidend ist, wie sehr Sie persönlich darunter leiden und in Ihrem Alltag eingeschränkt sind.

Eine erste Orientierung mit dem Angststörungen-Selbsttest

Sie möchten Ihre Beschwerden zunächst besser einordnen? Unser Angststörungen-Selbsttest bezieht sich auf die letzten vier Wochen. Er erfasst unter anderem übermäßige Sorgen und Grübeln, körperliche Angstsymptome, Vermeidung, soziale Unsicherheit sowie Belastungen im Alltag.

Der Test kann helfen, eigene Beobachtungen zu strukturieren und ein Gespräch über die Angstsymptomatik vorzubereiten. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose und kann weder eine bestimmte Angststörung sicher feststellen noch körperliche Ursachen ausschließen. Wenn Sie sich belastet fühlen, können Sie unabhängig vom Ergebnis Unterstützung suchen. Ein ausgefüllter Selbsttest ist keine Voraussetzung für einen Termin.

03 / ANGSTSTÖRUNGEN

Wie häufig sind Angststörungen in Deutschland

Wenn Sie unter starken Ängsten leiden, sind Sie damit nicht allein. Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

In der älteren bevölkerungsrepräsentativen DEGS1-MH-Untersuchung aus den Jahren 2009 bis 2012 erfüllten 15,3 Prozent der Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren innerhalb eines Jahres die Kriterien einer Angststörung. Diese Zahl beschreibt einen damaligen Untersuchungszeitraum und keine aktuelle Jahresprävalenz. [1]

Neuere Daten des RKI-Panels aus dem Jahr 2024 zeigen bei rund 14 Prozent der Erwachsenen eine auffällige Angstsymptomatik. Eine im Fragebogen erfasste Symptombelastung ist jedoch nicht mit einer diagnostizierten Angststörung gleichzusetzen. Die Zahlen verschiedener Studien lassen sich wegen unterschiedlicher Erhebungsmethoden nicht unmittelbar als Entwicklung vergleichen. [2]

Angststörungen können grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten, beginnen jedoch häufig bereits im jungen Erwachsenenalter. Im Durchschnitt sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Es lassen sich verschiedene Formen unterscheiden. Dazu gehören insbesondere die generalisierte Angststörung, die Panikstörung, die soziale Angststörung, spezifische Phobien – beispielsweise eine ausgeprägte Spinnen- oder Flugangst – sowie die Agoraphobie.

04 / ANGSTSTÖRUNGEN

Wie fühlt sich eine Angststörung an

Angst findet nicht nur „im Kopf“ statt. Sie kann gleichzeitig Gedanken, Gefühle, Körper und Verhalten beeinflussen.

Vielleicht kennen Sie eine starke innere Unruhe oder das Gefühl, ständig angespannt zu sein. Ihre Gedanken kreisen immer wieder um mögliche Gefahren oder darum, was passieren könnte. Gleichzeitig reagiert der Körper.

Typische körperliche Beschwerden können beispielsweise sein:

  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Schwitzen und Zittern
  • Atemnot oder ein Engegefühl in der Brustgegend
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Magen-Darm-Beschwerden

Gerade körperliche Angstsymptome können sehr verunsichernd sein. Manche Menschen befürchten beispielsweise bei starkem Herzklopfen oder Atemnot, dass eine ernsthafte körperliche Erkrankung dahinterstecken könnte.

Deshalb gehört zu einer sorgfältigen Diagnostik auch, mögliche körperliche Ursachen zu berücksichtigen und bei Bedarf ärztlich abklären zu lassen.

Generalisierte Angststörung – wenn die Sorgen nicht aufhören

Vielleicht erleben Sie weniger einzelne Angstanfälle, sondern vielmehr ein nahezu ständiges Gefühl der Sorge und Anspannung.

„Was ist, wenn mir gesundheitlich etwas passiert?“

„Was, wenn meiner Familie etwas passiert?“

„Was, wenn ich bei der Arbeit einen Fehler mache?“

Bei einer generalisierten Angststörung beziehen sich die Sorgen häufig auf unterschiedliche Bereiche des Lebens. Sie werden als schwer kontrollierbar erlebt und können mit anhaltender körperlicher Anspannung verbunden sein.

Vielleicht versuchen Sie, sich selbst zu beruhigen oder die Gedanken wegzuschieben – und stellen trotzdem fest, dass bereits die nächste Sorge auftaucht. Manche Betroffene beschreiben das Gefühl, gedanklich kaum noch abschalten zu können.

Im Rahmen der fachärztlichen bzw. psychotherapeutischen Behandlung in der Citypraxis Göttingen kann es unter anderem darum gehen, solche Sorgenprozesse genauer zu verstehen, typische Auslöser zu erkennen und neue Möglichkeiten im Umgang mit anhaltenden Befürchtungen und innerer Anspannung zu entwickeln.

Panikstörung – wenn die Angst plötzlich kommt

Eine Panikattacke kann sehr plötzlich auftreten. Vielleicht sitzen Sie im Auto, stehen im Supermarkt, sind in einer Besprechung oder befinden sich zu Hause – und plötzlich beginnt Ihr Herz stark zu schlagen, Ihnen wird schwindelig, Sie bekommen schlecht Luft oder Sie beginnen zu zittern.

Zu den körperlichen Beschwerden kann eine intensive Angst hinzukommen: „Was passiert gerade mit mir?“

Manche Betroffene haben während einer Panikattacke Angst, die Kontrolle zu verlieren, zu sterben oder an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden.

Nach mehreren Panikattacken kann zusätzlich die Angst vor der nächsten Attacke entstehen. Vielleicht beobachten Sie Ihren Körper nun besonders genau. Oder Sie meiden Orte, an denen bereits eine Panikattacke aufgetreten ist.

So kann neben der eigentlichen Panik zunehmend die sogenannte Angst vor der Angst den Alltag bestimmen.

Bei der Behandlung einer Panikstörung in unserer Praxis in Göttingen schauen wir deshalb nicht nur auf die einzelnen Panikattacken. Wichtig ist auch, welche Befürchtungen mit den körperlichen Symptomen verbunden sind, welche Situationen inzwischen vermieden werden und wie sich die Angst auf Ihren persönlichen Alltag auswirkt.

Soziale Angststörung – wenn die Bewertung durch andere Angst macht

Bei einer sozialen Angststörung steht häufig die Sorge im Mittelpunkt, von anderen Menschen beobachtet, negativ beurteilt oder abgelehnt zu werden.

Vielleicht fühlen Sie sich unwohl, wenn Sie vor anderen sprechen müssen. Sie überlegen vor einem Gespräch lange, was Sie sagen könnten, oder gehen anschließend immer wieder durch, ob Sie etwas Peinliches gesagt oder einen schlechten Eindruck hinterlassen haben.

Auch alltägliche Situationen können schwierig werden: Ein Telefonat, ein Gespräch mit unbekannten Personen, gemeinsames Essen, eine Besprechung oder eine Veranstaltung.

Manche Betroffene bewältigen solche Situationen trotz großer Anspannung. Andere beginnen zunehmend, sie zu vermeiden.

In der Psychotherapie kann gemeinsam untersucht werden, welche Befürchtungen hinter der sozialen Angst stehen, welche Situationen besonders schwierig sind und welche Verhaltensweisen kurzfristig Sicherheit vermitteln, langfristig aber möglicherweise dazu beitragen, dass die Angst bestehen bleibt.

Agoraphobie – wenn bestimmte Orte nicht mehr sicher erscheinen

Vielleicht fühlen Sie sich in einer vollen Straßenbahn, einer Warteschlange, einem Einkaufszentrum oder einer großen Menschenmenge zunehmend unwohl.

Bei einer Agoraphobie besteht Angst vor Situationen oder Orten, aus denen eine Flucht schwierig erscheinen oder in denen im Bedarfsfall möglicherweise keine Hilfe verfügbar sein könnte.

Manche Menschen beginnen deshalb, bestimmte Orte nur noch in Begleitung aufzusuchen. Andere wählen Wege danach aus, wo sie eine Situation möglichst schnell verlassen könnten. Im weiteren Verlauf können auch das alleinige Verlassen des Hauses oder längere Wege schwierig werden.

Was zunächst wie eine praktische Lösung erscheint – die angstauslösende Situation einfach zu vermeiden – kann den eigenen Bewegungsradius zunehmend verkleinern.

Auch bei einer Agoraphobie kann die psychotherapeutische Behandlung in der Citypraxis Göttingen darauf ausgerichtet sein, Vermeidungsverhalten zu verstehen und schrittweise wieder mehr Sicherheit und Bewegungsfreiheit im Alltag zu entwickeln.

Spezifische Phobien bei klar umschriebenen Auslösern

Bei einer spezifischen Phobie bezieht sich die starke Angst auf bestimmte Situationen oder Objekte, beispielsweise Spinnen, Höhen, Fliegen oder Spritzen. Schon die Vorstellung einer Begegnung kann erhebliche Anspannung auslösen.

Entscheidend ist nicht, ob andere Menschen den Auslöser harmlos finden. Relevant ist, wie ausgeprägt Ihre Angst ist und ob notwendige oder gewünschte Aktivitäten dadurch eingeschränkt werden. Wenn Sie etwa wichtige Untersuchungen vermeiden oder bestimmte Wege nicht mehr nutzen, kann eine Behandlung sinnvoll sein.

In der Therapie wird besprochen, welche Befürchtungen bestehen und wie Sie sich dem Auslöser in einem gemeinsam vereinbarten Vorgehen annähern können. Dabei werden auch Besonderheiten wie eine Neigung zur Ohnmacht bei Blut- oder Spritzenangst berücksichtigt.

SIE MÜSSEN ES NICHT ALLEIN EINORDNEN

Ihre Beschwerden verdienen Raum.

Ein erstes Gespräch kann helfen, Ihre Situation besser zu verstehen und die nächsten Schritte zu klären.

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05 / ANGSTSTÖRUNGEN

Wie entstehen Angststörungen

Viele Betroffene stellen sich die Frage: „Warum habe gerade ich diese Ängste entwickelt?“

Darauf gibt es häufig keine einzelne, einfache Antwort.

Angststörungen lassen sich in der Regel nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Vielmehr wirken bei ihrer Entstehung verschiedene biologische, psychologische und soziale Faktoren zusammen.

Eine Rolle kann beispielsweise eine familiäre beziehungsweise genetische Veranlagung spielen, etwa wenn Angsterkrankungen bereits in der Verwandtschaft vorkommen. Auch bestimmte Lernerfahrungen oder anhaltender Stress können zur Entstehung einer Angsterkrankung beitragen.

Belastende Lebensereignisse wie schwere Verluste, Schicksalsschläge oder Erfahrungen von Gewalt und Missbrauch können das Risiko ebenfalls erhöhen.

Bei manchen Menschen beginnt eine Angststörung nach einer konkreten belastenden Erfahrung. Bei anderen entwickelt sie sich schleichend, ohne dass ein einzelnes auslösendes Ereignis erkennbar ist.

Für die Behandlung muss deshalb nicht zwingend ein einzelner Moment gefunden werden, an dem „alles angefangen hat“. Wichtig kann vielmehr sein zu verstehen, was Ihre Angst heute auslöst und wodurch sie möglicherweise aufrechterhalten wird.

06 / ANGSTSTÖRUNGEN

Warum kann Vermeidung die Angst aufrechterhalten

Wenn Sie vor etwas Angst haben, erscheint Vermeidung zunächst nachvollziehbar.

Wenn die Fahrt mit dem Bus Angst auslöst, fahren Sie vielleicht lieber mit dem Auto. Wenn ein Vortrag starke Anspannung verursacht, versuchen Sie möglicherweise, ihn nicht halten zu müssen. Wenn Sie Angst vor einer Panikattacke im Supermarkt haben, gehen Sie vielleicht nur noch zu bestimmten Zeiten oder gemeinsam mit einer vertrauten Person einkaufen.

Kurzfristig funktioniert diese Strategie häufig: Die Angst nimmt ab.

Langfristig kann dadurch jedoch die Überzeugung verstärkt werden, dass die jeweilige Situation tatsächlich gefährlich oder nicht bewältigbar ist. Gleichzeitig fehlen Erfahrungen, durch die Sie erleben könnten: „Ich kann diese Situation bewältigen, auch wenn ich Angst habe.“

Deshalb spielt das schrittweise Aufsuchen angstauslösender Situationen in der Psychotherapie vieler Angststörungen eine wichtige Rolle. Dieses Vorgehen wird als Exposition bezeichnet.

07 / ANGSTSTÖRUNGEN

Diagnostik von Angststörungen in der Citypraxis Göttingen

Vielleicht fragen Sie sich bereits länger, ob Ihre Beschwerden tatsächlich eine Angststörung sein könnten. Eine Diagnose wird nicht anhand eines einzelnen Symptoms gestellt.

Wenn Sie sich mit Angstbeschwerden an die Citypraxis Göttingen wenden, steht deshalb zunächst ein ausführliches Gespräch im Mittelpunkt. Dabei möchten wir verstehen, wie Sie Ihre Beschwerden persönlich erleben und wie sich die Angst auf Ihren Alltag auswirkt.

Dabei wird unter anderem geklärt, welche Beschwerden bestehen, wann sie begonnen haben, in welchen Situationen sie auftreten und wie stark sie Ihren Alltag beeinträchtigen.

Es kann beispielsweise darum gehen, ob bestimmte Auslöser vorhanden sind, plötzlich Panikattacken auftreten, bestimmte Situationen inzwischen vermieden werden oder Sorgen nahezu dauerhaft beziehungsweise vor allem in bestimmten sozialen Situationen bestehen.

Auch körperliche Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente und Substanzen können Beschwerden verursachen oder verstärken, die einer Angststörung ähneln. Deshalb werden im Rahmen der Diagnostik auch andere mögliche Ursachen berücksichtigt und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt, beispielsweise mithilfe körperlicher Untersuchungen oder Laboruntersuchungen.

Außerdem wird darauf geachtet, ob gleichzeitig weitere psychische Erkrankungen vorliegen. Angststörungen treten beispielsweise häufig gemeinsam mit Depressionen auf.

Ergänzend können standardisierte Fragebögen oder strukturierte Interviews eingesetzt werden, um Ihre Beschwerden umfassend und systematisch zu erfassen.

08 / ANGSTSTÖRUNGEN

Behandlung von Angststörungen in der Citypraxis Göttingen

Für Angststörungen stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von Art und Schwere der Beschwerden, Begleiterkrankungen, Ihrer persönlichen Situation und Ihren Präferenzen ab. Verlauf und Ergebnis sind individuell; eine bestimmte Wirkung oder Behandlungsdauer lässt sich nicht versprechen.

In der Citypraxis Göttingen bieten wir fachärztliche und psychotherapeutische Behandlung für Menschen mit generalisierten Angststörungen, Panikattacken, sozialen Ängsten und ausgeprägtem Vermeidungsverhalten an.

Dabei steht nicht nur die Diagnose im Mittelpunkt. Entscheidend ist, wie die Angst Ihr persönliches Leben beeinflusst.

Was können Sie aufgrund Ihrer Angst momentan nicht mehr tun? Welche Situationen vermeiden Sie? Welche Gedanken oder körperlichen Symptome machen Ihnen besonders große Angst? Und was möchten Sie durch die Behandlung wieder erreichen?

Das Ziel kann für jeden Menschen anders aussehen: Wieder alleine einkaufen zu können, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sich mit Freunden zu treffen, eine Reise anzutreten, vor anderen Menschen zu sprechen oder den Alltag nicht mehr ständig um mögliche Panikattacken herum planen zu müssen.

Gemeinsam kann daraus ein individuelles Verständnis Ihrer Angst und der Faktoren entwickelt werden, die sie möglicherweise aufrechterhalten.

Kognitive Verhaltenstherapie bei Angststörungen in Göttingen

Eine besonders gut untersuchte Behandlungsmethode bei Angststörungen ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT).

Dabei lernen Sie unter anderem, Ihre eigenen Gedanken, Gefühle, körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Angst besser zu verstehen.

In der Therapie können wir beispielsweise gemeinsam untersuchen: Was passiert unmittelbar vor Ihrer Angst? Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf? Wie interpretieren Sie körperliche Veränderungen? Was tun Sie, damit die Angst möglichst schnell verschwindet? Welche dieser Strategien helfen Ihnen kurzfristig – tragen langfristig aber möglicherweise dazu bei, dass die Angst bestehen bleibt?

Auf dieser Grundlage können neue Denk- und Verhaltensweisen entwickelt und schrittweise in Ihrem Alltag erprobt werden.

Die kognitive Verhaltenstherapie gehört zu den wissenschaftlich gut untersuchten Verfahren zur Behandlung von Angststörungen. Je nach Störungsbild und individueller Situation können auch andere psychotherapeutische Verfahren infrage kommen. Wir besprechen mit Ihnen, welches Vorgehen geeignet ist und zu Ihren Behandlungszielen passt. [3]

Exposition – sich der Angst schrittweise stellen

Der Gedanke, sich einer angstauslösenden Situation bewusst auszusetzen, kann zunächst selbst Angst auslösen.

Exposition bedeutet jedoch nicht, dass Sie unvorbereitet einfach mit Ihrer größten Angst konfrontiert werden.

In der Therapie wird zunächst gemeinsam betrachtet, welche Situationen Sie vermeiden, welche Befürchtungen damit verbunden sind und wie ein sinnvoller therapeutischer Umgang damit aussehen kann.

Angstauslösende Situationen können anschließend schrittweise – zunächst unter therapeutischer Anleitung und gegebenenfalls auch mit therapeutischer Begleitung – aufgesucht werden, anstatt sie dauerhaft zu vermeiden.

Dabei können neue Erfahrungen entstehen: Eine befürchtete Katastrophe bleibt aus oder eine schwierige Situation lässt sich trotz Angst bewältigen. Die Angst muss während einer Übung nicht vollständig verschwinden, damit ein hilfreicher Lernprozess stattfinden kann. Das Vorgehen wird gemeinsam vereinbart und berücksichtigt reale Risiken sowie mögliche körperliche Einschränkungen.

Expositionsbasierte Verfahren sind bei verschiedenen Angststörungen ein wichtiger Bestandteil der kognitiven Verhaltenstherapie.

Medikamente bei Angststörungen

Je nach Angststörung und persönlicher Situation können Medikamente Teil der Behandlung sein, insbesondere bestimmte Antidepressiva. Obwohl der Name es vermuten lässt, können Antidepressiva auch dann gegen Angst wirken, wenn keine Depression vorliegt. Ihre Wirkung setzt meist erst nach einigen Tagen bis Wochen ein; mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen werden vor Beginn besprochen. [3]

Rasch beruhigende Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine eignen sich wegen ihres Abhängigkeitspotenzials nicht als übliche längerfristige Lösung. Wenn sie in einer besonderen Situation erwogen werden, braucht es eine sorgfältige ärztliche Abwägung. Verändern oder beenden Sie eine bestehende Medikation nicht eigenständig. Auch Antidepressiva sollten wegen möglicher Absetzbeschwerden nur in ärztlicher Abstimmung reduziert werden.

Die Auswahl und Dosierung einer Medikation erfolgt in ärztlicher Rücksprache, wird individuell angepasst und regelmäßig überprüft. Je nach Bedarf können Psychotherapie und medikamentöse Behandlung miteinander kombiniert werden.

Was Sie im Alltag unterstützen kann

Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannungsverfahren und ein verlässlicher Tagesablauf können beim Umgang mit Angst unterstützen. Sinnvoll kann außerdem sein, zu beobachten, ob viel Koffein oder andere anregende Substanzen Ihre körperliche Unruhe verstärken.

Wählen Sie überschaubare Schritte, die zu Ihrer Belastbarkeit passen. Unterstützung durch vertraute Menschen kann hilfreich sein. Alkohol oder eigenständig eingenommene Beruhigungsmittel sind dagegen keine geeignete Strategie, um Angst dauerhaft zu bewältigen.

Diese Maßnahmen allein können bei einer ausgeprägten Angststörung jedoch keine gezielte Behandlung ersetzen, sondern diese vielmehr unterstützend ergänzen.

Fortschritte erkennen und mit Rückschritten umgehen

Fortschritt zeigt sich nicht nur daran, wie wenig Angst Sie spüren. Wichtig kann auch sein, dass Sie wieder an einer Besprechung teilnehmen, allein einkaufen oder eine Verabredung wahrnehmen, obwohl noch Anspannung vorhanden ist.

Gemeinsam lassen sich konkrete Ziele und passende Übungsschritte festlegen. Belastendere Phasen bedeuten nicht automatisch, dass eine Behandlung nicht hilft. Im Verlauf wird überprüft, was sich verändert hat und ob das Vorgehen angepasst werden sollte. Auch Strategien für spätere Rückfälle oder neue Belastungen können Teil der Therapie sein.

Waldweg mit Sonnenstrahlen zwischen grünen Bäumen
Symbolbild · Foto: Sergio Zhukov / Pexels

09 / ANGSTSTÖRUNGEN

Ihr Erstgespräch bei Angststörungen in der Citypraxis Göttingen

Der erste Schritt in eine psychiatrische bzw. psychotherapeutische Praxis kann Überwindung kosten – gerade wenn Sie selbst noch nicht sicher sind, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind.

Sie müssen deshalb vor einem Erstgespräch nicht bereits wissen, welche Form der Angststörung Sie möglicherweise haben.

Im Erstgespräch in der Citypraxis Göttingen geht es zunächst darum, Ihre Situation kennenzulernen. Sie können schildern, welche Ängste oder körperlichen Beschwerden Sie erleben, seit wann diese bestehen und wie sie sich auf Ihr tägliches Leben auswirken.

Gemeinsam können wir anschließend besprechen, wie Ihre Beschwerden fachlich einzuordnen sind und welche weiteren Untersuchungen oder Behandlungsschritte für Sie sinnvoll sind.

10 / ANGSTSTÖRUNGEN

Hilfe bei Angststörungen in Göttingen und Umgebung

Vielleicht haben Sie sich in einigen der beschriebenen Situationen wiedererkannt. Das bedeutet nicht automatisch, dass bei Ihnen eine Angststörung vorliegt. Es kann aber ein Anlass sein, genauer hinzuschauen – insbesondere dann, wenn die Angst Ihren Alltag zunehmend einschränkt.

Starke oder anhaltende Ängste müssen nicht einfach ausgehalten werden.

Wenn Sie beispielsweise immer mehr Situationen vermeiden, wiederholt Panikattacken erleben, kaum noch von Ihren Sorgen abschalten können oder Ihr Leben zunehmend danach ausrichten, Angst möglichst zu verhindern, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Die Citypraxis Göttingen bietet Menschen aus Göttingen und Umgebung, aber auch darüber hinaus fachärztliche und psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung bei Angststörungen an.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen zu verstehen, wie Ihre Angst entstanden ist, wodurch sie heute möglicherweise aufrechterhalten wird und welche therapeutischen Schritte Ihnen helfen können, wieder mehr Handlungsspielraum im Alltag zu gewinnen.

Angststörungen können wirksam behandelt werden. Dabei geht es nicht nur darum, Angstsymptome zu reduzieren. Eine fachärztliche Behandlung und Psychotherapie können Ihnen dabei helfen, Bereiche Ihres Lebens zurückzugewinnen, die durch Angst und Vermeidung zunehmend eingeschränkt wurden.

11 / ANGSTSTÖRUNGEN

Häufige Fragen zu Angststörungen und ihrer Behandlung in Göttingen

Woher weiß ich, ob meine Angst noch normal ist oder bereits eine Angststörung sein könnte?

Angst gehört zum Leben und ist zunächst eine normale und wichtige Reaktion. Entscheidend ist weniger, ob Sie überhaupt Angst erleben, sondern wie stark die Angst Ihr Leben beeinflusst.

Eine fachliche Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Ängste oder Sorgen über längere Zeit bestehen, schwer kontrollierbar erscheinen oder dazu führen, dass Sie Ihren Alltag zunehmend danach ausrichten. Vielleicht vermeiden Sie inzwischen bestimmte Orte, soziale Situationen oder öffentliche Verkehrsmittel. Oder Sie verbringen viel Zeit damit, sich Sorgen zu machen oder eine erneute Panikattacke zu verhindern.

Ob tatsächlich eine Angststörung vorliegt, lässt sich nicht anhand eines einzelnen Symptoms feststellen. In einem Erstgespräch in der Citypraxis Göttingen können wir Ihre Beschwerden genauer betrachten und gemeinsam klären, wie diese einzuordnen sind.

Was kann mir der Angststörungen-Selbsttest sagen?

Der Selbsttest der Citypraxis Göttingen bietet eine erste Orientierung zu Angstbeschwerden in den letzten vier Wochen. Er berücksichtigt Sorgen, körperliche Symptome, Vermeidung, soziale Ängste und Alltagsbelastungen.

Das Ergebnis ist keine Diagnose und legt keine Behandlung fest. Auch ein unauffälliges Ergebnis schließt eine Erkrankung nicht sicher aus. Wenn Sie unter Angst leiden, können Sie Ihre Beschwerden unabhängig vom Testergebnis ärztlich bzw. psychotherapeutisch abklären lassen.

Wann sollte ich mir wegen meiner Angst professionelle Hilfe suchen?

Sie müssen nicht warten, bis Ihre Angst einen bestimmten Schweregrad erreicht hat. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist Ihre persönliche Belastung.

Professionelle Unterstützung kann insbesondere sinnvoll sein, wenn Ängste, Sorgen oder Panikattacken wiederholt auftreten, Sie zunehmend Situationen vermeiden oder Ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigt ist. Auch wenn Beruf, Studium, Partnerschaft, Familie oder soziale Kontakte unter der Angst leiden, kann eine fachärztliche bzw. psychotherapeutische Abklärung hilfreich sein.

Was passiert beim ersten Termin in der Citypraxis Göttingen?

Sie müssen vor Ihrem ersten Termin noch nicht wissen, ob Sie tatsächlich eine Angststörung haben oder um welche Form der Angst es sich handeln könnte.

Im Erstgespräch geht es zunächst darum, Ihre persönliche Situation kennenzulernen. Sie können schildern, welche Beschwerden Sie erleben, wann diese auftreten, wie lange sie bereits bestehen und wie sie Ihren Alltag beeinflussen.

Anschließend kann gemeinsam besprochen werden, wie Ihre Beschwerden fachlich einzuordnen sind und welche weiteren diagnostischen oder therapeutischen Schritte sinnvoll sein können.

Welche Angststörungen werden in der Citypraxis Göttingen behandelt?

In der Citypraxis Göttingen bieten wir fachärztliche und psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung bei verschiedenen Formen von Angststörungen und ausgeprägten Angstbeschwerden an. Dazu können beispielsweise generalisierte Angststörungen, Panikstörungen und Panikattacken, soziale Angststörungen, Agoraphobie sowie spezifische Ängste und Phobien gehören.

Welche Behandlung für Sie persönlich geeignet ist, hängt dabei nicht nur von einer Diagnose ab, sondern auch von Ihren individuellen Beschwerden, Ihrer Lebenssituation und Ihren Behandlungszielen.

Was ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende Phase intensiver Angst, die häufig mit deutlichen körperlichen Beschwerden verbunden ist. Dazu können beispielsweise Herzklopfen oder Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen oder Zittern gehören.

Manche Betroffene haben während einer Panikattacke das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, zu sterben oder an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden.

Eine einzelne Panikattacke bedeutet allerdings nicht automatisch, dass eine Panikstörung vorliegt. Bei wiederkehrenden Panikattacken und anhaltender Angst vor weiteren Attacken kann eine fachärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Warum fühlt sich meine Angst körperlich so stark an?

Angst ist nicht nur ein Gedanke oder ein Gefühl. Der Körper reagiert ebenfalls auf eine wahrgenommene Bedrohung. Deshalb können bei Angst beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Diese körperlichen Empfindungen können wiederum selbst Angst auslösen. Beispielsweise kann starkes Herzklopfen als Zeichen einer gefährlichen körperlichen Erkrankung interpretiert werden, wodurch sich die Angst weiter verstärkt.

Da ähnliche Beschwerden auch körperliche Ursachen haben können, werden bei einer sorgfältigen Diagnostik gegebenenfalls entsprechende medizinische Ursachen berücksichtigt und ärztlich abgeklärt.

Warum habe ich Angst vor der nächsten Panikattacke?

Nach einer sehr belastenden Panikattacke beginnen manche Menschen, ihren Körper besonders aufmerksam zu beobachten. Bereits kleine Veränderungen wie ein schnellerer Herzschlag oder leichter Schwindel können dann die Befürchtung auslösen, dass erneut eine Panikattacke beginnt.

Gleichzeitig werden möglicherweise Situationen vermieden, in denen eine erneute Attacke besonders unangenehm erscheinen würde. Dadurch kann die sogenannte „Angst vor der Angst“ zunehmend den Alltag bestimmen.

In der psychotherapeutischen Behandlung kann deshalb sowohl der Umgang mit körperlichen Angstsymptomen als auch mit Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten eine wichtige Rolle spielen.

Warum wird meine Angst durch Vermeidung häufig nicht besser?

Eine angstauslösende Situation zu vermeiden, bringt zunächst häufig Erleichterung. Genau deshalb ist Vermeidung so verständlich und kann sich schnell als Bewältigungsstrategie etablieren.

Langfristig fehlen dadurch jedoch Erfahrungen, die zeigen könnten, dass Sie die Situation auch mit vorhandener Angst bewältigen können. Die Vorstellung, dass die Situation gefährlich oder nicht auszuhalten ist, kann dadurch bestehen bleiben oder sogar stärker werden.

In der Psychotherapie kann deshalb gemeinsam daran gearbeitet werden, Vermeidungsverhalten zu verstehen und schrittweise neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Muss ich mich in einer Therapie sofort meiner größten Angst stellen?

Nein. Eine Expositionsbehandlung bedeutet nicht, dass Sie unvorbereitet mit Ihrer größten Angst konfrontiert werden.

Das therapeutische Vorgehen wird gemeinsam vorbereitet und an Ihre individuelle Situation angepasst. Zunächst geht es darum zu verstehen, welche Situationen Angst auslösen, welche Befürchtungen damit verbunden sind und welche Verhaltensweisen die Angst möglicherweise aufrechterhalten.

Das Aufsuchen angstauslösender Situationen kann anschließend schrittweise und unter therapeutischer Anleitung erfolgen. Je nach Situation kann auch eine therapeutische Begleitung sinnvoll sein.

Welche Psychotherapie hilft bei Angststörungen?

Eine besonders gut untersuchte Behandlungsmethode bei Angststörungen ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Dabei geht es unter anderem darum, Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Angst besser zu verstehen und zu verändern.

Je nach Form der Angststörung können unterschiedliche therapeutische Methoden eingesetzt werden. Ein wichtiger Bestandteil kann beispielsweise die Exposition gegenüber bislang vermiedenen Situationen sein.

Welche Vorgehensweise für Sie geeignet ist, wird individuell anhand Ihrer Beschwerden und Ihrer persönlichen Situation besprochen.

Können Medikamente bei Angststörungen helfen?

Je nach Art und Schwere einer Angststörung können auch Medikamente Teil der Behandlung sein. Zum Einsatz kommen insbesondere bestimmte Antidepressiva.

Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist und welches Medikament infrage kommt, sollte individuell ärztlich besprochen werden. Auswahl und Dosierung werden ärztlich angepasst und im Verlauf überprüft. Je nach Bedarf können Psychotherapie und medikamentöse Behandlung miteinander kombiniert werden.

Was kann ich selbst gegen meine Angst tun?

Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannungsverfahren und ein möglichst regelmäßiger Alltag können einen hilfreichen Beitrag leisten.

Bei ausgeprägten Angststörungen reichen solche Maßnahmen allein jedoch häufig nicht aus. Insbesondere wenn Sie Ihren Alltag zunehmend einschränken oder angstauslösende Situationen immer stärker vermeiden, kann eine gezielte psychotherapeutische Behandlung sinnvoll sein.

Muss ich für eine Behandlung bereits eine Diagnose haben?

Nein. Sie müssen nicht selbst herausfinden, ob Ihre Beschwerden einer Panikstörung, generalisierten Angststörung, sozialen Angststörung oder einer anderen Form der Angst entsprechen.

Gerade diese Einordnung ist Teil der professionellen Diagnostik. Sie können sich daher auch an die Citypraxis Göttingen wenden, wenn Sie zunächst nur feststellen: „Meine Angst belastet mich und ich möchte verstehen, was dahintersteckt.“

Im Erstgespräch können Ihre Beschwerden genauer besprochen und mögliche weitere Schritte geklärt werden.

Wo finde ich Hilfe bei Angststörungen in Göttingen?

Wenn Ängste, anhaltende Sorgen, Panikattacken oder Vermeidungsverhalten Ihren Alltag zunehmend beeinträchtigen, können Sie sich für eine fachärztliche bzw. psychotherapeutische Abklärung an die Citypraxis Göttingen wenden.

Wir bieten Diagnostik und ärztliche sowie psychotherapeutische Behandlung bei verschiedenen Formen von Angststörungen an. In einem Erstgespräch lernen wir zunächst Ihre individuelle Situation kennen und besprechen gemeinsam, welche weiteren Schritte für Sie sinnvoll sein können.

12 / ANGSTSTÖRUNGEN

Gemeinsam den nächsten Schritt besprechen

Wenn Sie Unterstützung bei Ängsten, Sorgen oder Panikattacken in Göttingen suchen, können Sie ein Erstgespräch in der Citypraxis Göttingen vereinbaren. Sie brauchen dafür keine fertige Diagnose. Gemeinsam klären wir, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind und welche Hilfe zu Ihrer Situation passt.

Die Citypraxis Göttingen ist eine Privatpraxis für Privatversicherte und Selbstzahlende. Informationen zur Abrechnung finden Sie auf unserer Kostenseite. Ob Ihre Versicherung Leistungen erstattet, hängt von Ihren individuellen Vertragsbedingungen ab.

13 / ANGSTSTÖRUNGEN

Quellen und weiterführende Informationen

Informationsstand September 2026. Der Text dient der Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder psychotherapeutische Beratung.

[1] Robert Koch-Institut – Gesundheit in Deutschland 2015. Historische Angaben zur Häufigkeit von Angststörungen auf Grundlage von DEGS1-MH.

[2] Robert Koch-Institut – Themenschwerpunkt Psychische Gesundheit. Ergebnisse des RKI-Panels 2024 zur Angstsymptomatik.

[3] IQWiG – Behandlungsmöglichkeiten bei generalisierter Angststörung. Informationen zu Psychotherapie, Medikamenten und gemeinsamer Behandlungsentscheidung.

PD Dr. Philipp Heßmann, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

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